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Und zärtlich kreist die Faust – Filmtagebuch von Lutz Rathenow, Schriftsteller, Ostberlin

26. Januar um 18:00 - 20:00
€7 – €9 (zzgl. VVK)
Zwei Männer stehen vor einer mit vielen Schwarz/Weiß-Fotos. Der Mann rechts auf dem Bild ist Lutz Rathenow.

26.1.26 | 18 Uhr

BRD 1990 | 68 Minuten | Dokumentarfilm | deutsche Fassung | R: Hilde Bechert, Klaus Dexel | K: Claus Langer, Hermann Sowieja | M: City, Norbert Bischoff, Feeling B | mit Harald Hauswald, Jürgen Fuchs u.a.

In den 80er Jahren war Lutz Rathenow einer der rebellischen jungen Dichter in Ost-Berlin. Obwohl er ständig observiert und schikaniert wurde und niemals offiziell veröffentlichen konnte, weigerte er sich, in die Bundesrepublik auszureisen. Auch nicht nachdem er 1980 für zehn Tage inhaftiert wurde, weil im Westteil der Stadt ein Buch von ihm erschienen war. Knapp zehn Jahre später kollabiert der SED-Staat. Vom 27.1. bis 18.2.1990 – in jener kurzen Spanne zwischen Mauerfall und den ersten freien Wahlen in der DDR – begleitete ihn ein Kamerateam aus Stuttgart auf seinen täglichen Wegen, aber auch auf eine Reise in seine Heimatstadt Jena, von deren Uni er 1977 aus politischen Gründen exmatrikuliert worden war. Rathenow besucht die örtliche Stasi-Zentrale, in der er einst einsa. und die nun von seinen Freunden besetzt ist. Die Wunden sind noch frisch, niemand weiß, wie es weitergehen wird. Die Filmemacher enthalten sich eines verbalen Kommentars, ergänzen ebenso einfühlsam wie sinnfällig Rathenows Beobachtungen, Gedanken, Notizen. Auf diese Weise ist ein ruhiges, erstaunlich unaufgeregtes Dokument aus einer aufregenden Zeit entstanden, das bislang nur selten zu sehen war und daher völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. Nach dem Film folgt eine kurze Lesung von Lutz Rathenow!

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Details

Datum:
26. Januar
Zeit:
18:00 Uhr
Eintritt:
€7 – €9
(zzgl. VVK)