Street Fabrik//Tanzperformance von die Elektroschuhe

26.08. 11 Uhr 15 € / erm. 5 €
27.08. 16 Uhr 15 €/erm. 5 €
28.08. 20 Uhr 15 €/erm. 10 €
Tanztheater für Jugendliche ab 13 Jahren
Jeden Tag treffen wir Entscheidungen darüber, was wir anziehen. Kleidung ist mehr als Stoff: Sie erzählt, wer wir sind, zu welcher Gruppe wir gehören möchten und wie wir von anderen gesehen werden wollen. Besonders für Jugendliche spielt Mode eine wichtige Rolle bei der Suche nach Identität, Zugehörigkeit und Individualität. Gleichzeitig kaufen wir heute mehr Kleidung als je zuvor – oft günstig, schnell und ohne darüber nachzudenken, woher sie kommt und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurde.
STREET FABRIK ist ein Tanztheaterstück über die sichtbaren und unsichtbaren Wege unserer Kleidung. Es fragt danach, wie Konsum unser Leben prägt, welche Geschichten in unseren Kleidungsstücken stecken und welche Folgen unser Kaufverhalten für Menschen und Umwelt auf der ganzen Welt hat.
Ausgangspunkt der Inszenierung sind Interviews mit Menschen aus Berlin sowie Gespräche mit Expert zu den sozialen und ökologischen Auswirkungen der Textilindustrie. Dabei treffen einfache Alltagsfragen auf komplexe globale Zusammenhänge:
Wie oft kaufen wir neue Kleidung?
Warum fällt es uns schwer, auf Trends zu verzichten?
Was wissen wir über die Menschen, die unsere Kleidung herstellen?
Und wie gehen wir mit dem Wissen um, dass unser Konsum Auswirkungen auf andere Orte und Lebensrealitäten hat?
Die Antworten darauf sind widersprüchlich, unvollständig und manchmal überraschend. Genau aus diesem Nebeneinander von Wissen, Nicht-Wissen und persönlichen Erfahrungen entwickelt STREET FABRIK seine künstlerische Sprache. Die Inszenierung verzichtet bewusst auf moralische Urteile und lädt das Publikum stattdessen dazu ein, eigene Fragen zu stellen und eigene Positionen zu entwickeln.
Im Zentrum der Bühne steht ein außergewöhnliches Objekt: ein riesiges Textil, zusammengesetzt aus gesammelter Altkleidung aus verschiedenen Berliner Stadtteilen. Über Monate wurden Kleidungsstücke aus „Zu verschenken“-Kisten und Kleidersammlungen zusammengetragen, dokumentiert und zu einer großformatigen textilen Landschaft verarbeitet.
Im Verlauf der Aufführung verwandelt sich dieses Textil immer wieder. Es wird zur Bühne, zum Kostüm, zum Hindernis und zum Mitspieler. Die Tänzer lösen einzelne Teile aus dem großen Stoffkörper heraus, schlüpfen hinein und erschaffen überdimensionale Figuren aus Kleidung. Es entstehen faszinierende, skurrile und manchmal groteske Wesen, die an Laufstegmode, Fantasiegestalten oder barocke Skulpturen erinnern. Gleichzeitig zeigen sie die Überfülle, den Luxus und die Widersprüche einer Industrie, die ständig Neues produziert und Altes aussortiert.
Die Eigenschaften der Stoffe bestimmen dabei die Bewegung selbst. Schwere Materialien erzeugen andere Bewegungen als leichte. Enge Kleidungsstücke begrenzen den Körper, weite Stoffe eröffnen neue Formen. Farben, Oberflächen und Strukturen werden zu choreografischen Impulsen. So entsteht eine körperliche Auseinandersetzung mit Material, Konsum und Vergänglichkeit.
Zwischen humorvollen Momenten, absurden Bildern und kraftvollen Tanzsequenzen entfaltet sich ein vielschichtiger Erfahrungsraum. Die Performer bewegen sich durch Berge von Kleidung, kämpfen mit Stoffmassen, präsentieren sich wie Models auf einem Laufsteg und verlieren sich wieder in den Textilien. Das Bühnenbild wird fortlaufend umgebaut, zerlegt und neu zusammengesetzt – bis aus der monumentalen Stofflandschaft möglicherweise wieder ein einfacher Haufen alter Kleidung wird.
STREET FABRIK verbindet zeitgenössischen Tanz, Performance, Musik und visuelle Kunst zu einem sinnlichen Theatererlebnis. Die Inszenierung macht globale Produktionsketten, Ressourcenverbrauch und soziale Ungleichheiten nicht durch Zahlen und Fakten erfahrbar, sondern durch Bilder, Körper und Emotionen. Sie schafft einen Raum, in dem Jugendliche ihre eigenen Erfahrungen mit Mode, Konsumdruck, Statussymbolen, Nachhaltigkeit und Selbstinszenierung wiederfinden können.
Dabei geht es nicht um richtige oder falsche Antworten. STREET FABRIK lädt dazu ein, genauer hinzusehen, Widersprüche auszuhalten und über die Beziehung zwischen Mensch, Kleidung und Gesellschaft nachzudenken. Das Stück eröffnet einen künstlerischen Dialog über Verantwortung, Konsum und die Frage, wie wir in einer Welt leben möchten, in der alles jederzeit verfügbar scheint – und dennoch alles seinen Preis hat.
Text in einfacher Sprache:
Jeden Tag entscheiden wir, was wir anziehen. Kleidung schützt uns nicht nur. Sie zeigt auch, wer wir sind, wie wir sein möchten und zu welcher Gruppe wir gehören wollen. Besonders für junge Menschen ist Mode wichtig. Sie hilft dabei, den eigenen Stil zu finden und sich auszudrücken.
Heute kaufen viele Menschen sehr oft neue Kleidung. Sie ist meistens günstig und schnell zu bekommen. Dabei denken wir oft nicht darüber nach, wo die Kleidung herkommt oder wie sie hergestellt wurde.
STREET FABRIK ist ein Tanztheaterstück über Kleidung und Konsum. Es zeigt die sichtbaren und unsichtbaren Wege unserer Kleidung. Das Stück fragt:
- Warum kaufen wir so viele neue Sachen?
- Warum wollen wir immer die neuesten Trends?
- Wer stellt unsere Kleidung her?
- Welche Folgen hat unser Einkauf für Menschen und die Umwelt?
Für das Stück wurden Menschen aus Berlin befragt. Außerdem haben Expertinnen und Experten über die Textilindustrie gesprochen. Ihre Antworten sind unterschiedlich. Manche wissen viel, andere wenig. Manche sind überrascht. Aus diesen verschiedenen Erfahrungen entsteht das Theaterstück.
STREET FABRIK sagt dem Publikum nicht, was richtig oder falsch ist. Stattdessen lädt es dazu ein, selbst nachzudenken und eigene Meinungen zu entwickeln.
Auf der Bühne liegt ein großes Kunstwerk aus alter Kleidung. Die Kleidungsstücke wurden in verschiedenen Berliner Stadtteilen gesammelt – zum Beispiel aus Kleiderspenden oder „Zu verschenken“-Kisten. Aus ihnen wurde eine große Stofflandschaft gemacht.
Während der Aufführung verändert sich dieses große Textil immer wieder. Es wird zur Bühne, zum Kostüm oder zu einem Teil des Tanzes. Die Tänzerinnen und Tänzer ziehen Kleidungsstücke heraus, schlüpfen hinein und bauen daraus große Figuren. So entstehen lustige, seltsame und manchmal auch beeindruckende Bilder. Sie zeigen den Reichtum, aber auch die Widersprüche der Modewelt.
Die Stoffe beeinflussen die Bewegungen. Schwere Stoffe bewegen sich anders als leichte. Enge Kleidung schränkt den Körper ein. Weite Stoffe ermöglichen neue Bewegungen. Farben, Muster und Materialien werden Teil der Choreografie.
Im Stück gibt es humorvolle Szenen, starke Tanzbilder und ruhige Momente. Die Tänzerinnen und Tänzer bewegen sich durch große Berge von Kleidung. Sie kämpfen mit den Stoffen, laufen wie Models über einen Laufsteg oder verschwinden ganz in den Textilien. Die Bühne verändert sich immer wieder. Am Ende bleibt vielleicht nur noch ein Haufen alter Kleidung.
STREET FABRIK verbindet Tanz, Theater, Musik und Kunst. Das Stück macht Themen wie Kleidung, Umwelt, Ressourcen und soziale Ungleichheit mit Bildern, Bewegung und Gefühlen erlebbar. Besonders Jugendliche können darin eigene Erfahrungen mit Mode, Gruppendruck, Nachhaltigkeit und Selbstdarstellung wiederfinden.
Das Stück gibt keine einfachen Antworten. Es lädt dazu ein, genauer hinzusehen, Fragen zu stellen und über Kleidung, Konsum und unsere Verantwortung nachzudenken. Es zeigt: Alles, was wir kaufen, hat Auswirkungen – auf Menschen, auf die Umwelt und auf unsere Gesellschaft.
Tickets kaufen

