Geschwisterherz

23.9., 24.9. | 20 Uhr
EVAKUATION pt. III
Eine Jurk-Theater-Produktion
Wenn das Herz droht stehen zu bleiben, ist das ein denkbar großer Kontrollverlust. Die Hand fasst haltlos unter den Mantel der Gleichgültigkeit, und der Schritt wird langsamer im morgendlichen Nebel. Mit der Angst legt sich ein Schleier über den mit Blut durchpumpten Körper – macht ihn unsichtbar. Endlich kann man sich ungesehen davonmachen und die Welt entdecken. Vorstellungen des Daseins sowie Simulationen der Politik und der Gesellschaft zerbrechen. Der unzuverlässige Teil deines Herzens setzt aus. Nur ein Faustschlag gegen die Brust kann dich zurückholen.
Deine Brüder und Schwestern holen schon aus, denn deine Freiheit ist ihr Verhängnis.
„Geschwisterherz“ ist der 3. Teil der Triologie „Evakuation“
Text und Regie Martin Jurk
Schauspiel Lindi Dedek und Nils Malten
Musik Tom Schikora und Hagen Pessies
Design und Video Felix Schaal
Technik Hans Balzer
Text einfache Sporache:
Wenn das Herz plötzlich nicht mehr richtig schlägt, verliert man die Kontrolle. Angst breitet sich im ganzen Körper aus. Alles fühlt sich schwer und unsicher an. Man zieht sich zurück und wird für andere fast unsichtbar.
Doch gerade in diesem Moment kann etwas Neues beginnen. Man verlässt das Gewohnte und entdeckt die Welt mit anderen Augen. Alte Vorstellungen davon, wie wir leben, denken und zusammenleben, geraten ins Wanken.
Das Herz ist verletzlich. Manchmal braucht es einen starken Impuls, um wieder Kraft zu finden.
Doch Freiheit hat ihren Preis. Nicht alle freuen sich, wenn jemand seinen eigenen Weg geht. Manche wollen ihn aufhalten, weil seine Freiheit ihre eigenen Ängste und Grenzen sichtbar macht.

