Die Cousins

16.7.26 | 19 Uhr
DDR/BRD 1988 | 90 min | Dokumentarfilm | R: Rainer Ackermann, Christian Lehmann-Feddersen, Thomas Plenert
Um den Jahreswechsel 1936/37 gehen drei junge Hamburger aus dem dänischen Exil nach Spanien, um dort an der Seite der Republik gegen die Franco-Putschisten zu kämpfen. Viktor und Bruno Prieß sind Brüder. Heinz Prieß ist ihr Cousin. Bruno fällt in der Schlacht am Ebro.
Die Lebenswege von Viktor und Heinz trennen sich 1942 in der französischen Internierung. Heinz kämpft in der Resistance, ist nach dem Krieg Redakteur der »Hamburger Volkszeitung«, siedelt 1951 in die DDR über. Viktor bleibt zunächst in Nordafrika interniert, wird dann in der Sowjetunion als Fallschirmspringer für die letzte Phase des Krieges ausgebildet, gerät in Konflikt mit der KPD und der KPdSU, erhält 25 Jahre Lagerhaft in Sibirien. Ab 1956 lebt er wieder in Hamburg.
Nach 50 Jahren reisen die Cousins noch einmal nach Spanien. Das Filmteam, das sie bei ihrer Reise und der schweren Arbeit des Erinnerns begleitet, lebt, wie die Cousins, zum Teil in der DDR und in der BRD. Ein ungewöhnliches Unternehmen, das gleichermaßen aus der BRD und der DDR unterstützt wurde.
In Anwesenheit der Regisseure Rainer Ackermann & Christian Lehmann-Feddersen. Im Rahmen der Filmreihe »¡A las barricadas! Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-1939«.
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