Der geteilte Himmel

13.12. | 20 Uhr + 14.12. | 18 Uhr | Pankower Kulturgespräche | Ausgabe #6
DDR 1964 | 114 min | Spielfilm | DF | R: Konrad Wolf | B: Christa und Gerhard Wolf, nach Christa Wolfs gleichnamigen Roman | K: Werner Bergmann | M: Hans-Dieter Hosalla | mit Eberhard Esche, Renate Blume, Hilmar Thate, Martin Flörchinger, Erika Pelikowsky
Der nach dem gleichnamigen Roman von Christa Wolf entstandene Spielfilm verknüpft eine Liebesgeschichte mit den Folgen der Manifestierung der innerdeutschen Teilung. Rita (Renate Blume) kehrt nach einem psychischen Zusammenbruch an den Ort ihrer Kindheit zurück. Hier vergegenwärtigt der Film in einer langen Rückblende noch einmal die beiden vergangenen Jahre zwischen 1960 und August 1961. Ihre leidenschaftliche Liebe zum Chemiker Manfred (Eberhard Esche), der nach bitteren beruflichen Enttäuschungen keine Zukunft mehr in der DDR sah, erlebt eine kritische Bestandsaufnahme. Während eines Besuchs bei Manfred in West-Berlin realisiert sie, wie weit sie sich bereits innerlich von ihm entfernt hat. Der Entschluss, ihm nicht ins andere Deutschland zu folgen, verfestigt sich.Der in großen Teilen in Halle an der Saale gedrehte Film überzeugt durch seine expressive Cinemascope-Kamera (Werner Bergmann), vor allem aber durch die differenzierte Personenzeichnung, die jede Vorverurteilung umgeht. Nach dem 11. Plenum wäre „Der geteilte Himmel“ mit Sicherheit nicht mehr zu realisieren gewesen. So lässt der Film ahnen, was bei der DEFA an Entwicklungen noch möglich gewesen wäre. Mit einer Einführung durch Johanna Deventer!
www.youtube.com/watch?v=1LKLZNsU3_o
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