butt. In brand // Theater

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butt. In brand // Theater

8. Juli um 20:00 - 22:00
€10 – €15 (zzgl. VVK)
Drei verkleidete Schauspieler halten jeweils die Wange eines anderen.

8.7.26 | 20 Uhr

“Ich kann mich öffnen, ich kann dir mich als Beispiel geben, aber ganz so viel Fich hab ich nich – t.”

Begleitet vom leisen Knistern der Zuckerwatte werfen sich die drei Spieler*innen in lautstarke Konfrontationen, verletzen und versöhnen sich. Im spielerischen Streit vereint sich das Ensemble mit dem leichtfüßigen Flirren eines Chors verschiedenster Stimmen, bis sich aufgestaute Konflikte so sehr aufdrängen, dass sie unumgehbar werden.

Über Wattebäusche hinweg bauen sich Fragen auf, übers Zusammenbleiben oder Trennen und wie das eine oder das andere funktioniert.

“Ich will dich lieben. Zumindest schätzen. Zumindest achten. Aber ich halte dich aus.”

Wenn wir Gruppen, Gefüge, Dynamiken und die Welt in uns aufnehmen und versuchen, uns selbst ins Verhältnis zu setzen, sind wir mit unserer Sehnsucht nach Eindeutigkeit konfrontiert und schnell im Zwiespalt, wenn sich jedes Handeln erklären lässt und Ambivalenz ausgehalten werden will. Wie mit der Uneindeutigkeit umgehen, wo es doch gerade im Verteidigen von Demokratie und Vielfalt klare Kante braucht? Wer gehört mit rein ins “Wir” und wer entscheidet das?

Es bleibt also schwierig. Aber dadurch, dass wir da alle gemeinsam drin strecken in dieser Herausforderung, können wir uns zumindest dadurch verweben. Mit klebrigen Zuckerfäden.

Und anhören sollte man sich schon alle.

Aber irgendwann ist ja auch mal gut.

Und das kann man auch nicht immer.

Aber man muss auch wollen.

Die Stückentwicklung mit aufflammenden Fischen untersucht das Entschuldigen und was danach passiert, es geht um Grenzen und Redflags und ob es irgendwann auch mal gut sein kann, ums Kopfzerbrechen oder Feiern der Uneindeutigkeit. Und wir wollen uns nicht aufgeben. Wirklich.

 

Text einfache Sprache:

Drei Menschen stehen zusammen auf der Bühne. Während sie Zuckerwatte machen, reden sie miteinander. Sie streiten, versöhnen sich wieder und erzählen von ihren Gedanken und Gefühlen.

Zwischen weichen Zuckerwatte-Bäuschen entstehen wichtige Fragen: Sollen wir zusammenbleiben oder uns trennen? Und wie geht das überhaupt?

Wenn wir über Gruppen, Beziehungen und unsere Welt nachdenken, wollen wir oft klare Antworten. Aber vieles ist nicht eindeutig. Das macht es schwer. Wir verstehen, warum Menschen so handeln, wie sie handeln. Gleichzeitig müssen wir lernen, mit widersprüchlichen Gefühlen zu leben.

Doch wie gehen wir mit dieser Unsicherheit um? Gerade wenn es um Demokratie und Vielfalt geht, brauchen wir klare Haltung. Wer gehört zu “uns”? Und wer entscheidet das?

Es bleibt schwierig. Aber wir stecken alle gemeinsam in dieser Situation. Vielleicht verbindet uns genau das – wie klebrige Zuckerfäden.

Man sollte sich alle anhören. Aber irgendwann reicht es auch. Und das geht nicht immer. Aber man muss es wollen.

Das Stück beschäftigt sich mit Entschuldigungen und dem, was danach passiert. Es geht um Grenzen, Warnzeichen in Beziehungen und die Frage: Wann ist genug genug? Es geht darum, ob man Unsicherheit aushalten kann – oder sogar feiern. Und darum, dass wir uns nicht aufgeben wollen.

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Details

Datum:
8. Juli
Zeit:
20:00 Uhr
Eintritt:
€10 – €15
(zzgl. VVK)

Veranstaltungsort

BÜHNE Brotfabrik
Cali­ga­ri­platz 1
Berlin, Berlin 13086
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Telefon
030 4714002