Artspring 2026: Auf zu neuen Ufern! – Kurzfilmprogramm II

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Artspring 2026: Auf zu neuen Ufern! – Kurzfilmprogramm II

12. Mai um 18:00 - 20:00
Kostenlos (zzgl. VVK)
Silhouetten von Menschen vor einer großflächigen Wandprojektion mit Baum- und Landschaftsmotiven

12.5. | 18 Uhr

My father sings a lullaby

2025, 7:32 min, R: Tràmi Nguyen, OmU

Eine One-Take-Aufnahme, die die Migrationsgeschichte des Vaters nachzeichnet. Erinnerungen an Kindheit in Vietnam, an Krieg und Ankunft in Deutschland fließen zusammen. Am Ende erklingt ein Wiegenlied wie ein Echo der Vergangenheit.

The Land Where Ghosts Could Speak

2024, 14:03 min, R: Tianhui Wu, OmeU

This personal work explores the tension between memory and amnesia, uncovering forgotten histories through sleeptalking. It traces intergenerational trauma and exposes the unspoken violence that persists within family and state.

The Fieldwork of Getting Lost

2024, 37:34 min Regie: Joy Chan., OmeU

A hybrid documentary tracing a whispered rumor among youths: the tale of fleeing Malaysia along the Pan-Borneo Highway.

Mit anschließendem Filmgespräch mit den Künstler:innen. Eintritt frei.

artspring 2026: Auf zu neuen Ufern!

Alljährlich zeigt artspring film unterschiedliche künstlerische Positionen von Film- und Videoschaffenden und stellt sie zur Diskussion. Längst hat sich die Reihe von ihrer ursprünglichen lokalen Begrenzung auf den Bezirk Pankow – mit Prenzlauer Berg, Pankow und Weißensee – gelöst: Auch in diesem Jahr waren Filmschaffende unabhängig von ihrem Wohn- oder Arbeitsort eingeladen, ihre Arbeiten einzureichen.

Das diesjährige Thema »Auf zu neuen Ufern« fügt sich in die Klammer des Jubiläumsjahres: »Kein Ruder war nicht dran«. Ein Titel, der nicht auf Orientierungslosigkeit verweist, sondern auf Offenheit. Darauf, dass keine Richtung vorgegeben war, dass Wege gesucht, neu definiert und gemeinsam ausgehandelt wurden – und darauf, im Zusammenkommen unterschiedlicher Perspektiven, Stimmen und künstlerischer Positionen bewusst vielstimmig zu bleiben. Zugleich spiegelt sich darin, in einer Zeit permanenter Krisen sowie politischer und gesellschaftlicher Zuspitzung, die Sehnsucht, das vertraute Ufer zu verlassen.

»Auf zu neuen Ufern« ist eine Einladung, filmisch Perspektiven zu wechseln und Übergänge sichtbar zu machen. Gesucht wurden Arbeiten, die Aufbruch nicht als geradlinige Bewegung begreifen, sondern als widersprüchlichen Prozess: als ein Austarieren zwischen Hoffnung und Zweifel, zwischen Stillstand und Veränderung. Entstanden ist ein Programm, das Perspektiven bündelt, die sich nicht auf einen gemeinsamen Nenner bringen lassen – und gerade darin seine Stärke entfaltet. Utopien, die sich gegen ihre eigenen Voraussetzungen wenden, treffen auf leise, suchende Erzählungen, die durch minimale Verschiebungen neue Zugänge zu scheinbar Bekanntem eröffnen.

An drei Abenden lädt das Programm dazu ein, sich auf diese Bewegungen einzulassen und vielleicht selbst ein Stück weit aufzubrechen. Denn dieses Filmprogramm ist Ergebnis und Werkzeug zugleich: Es konserviert Zeit, Raum und Erinnerungen und wird zum Schmelztiegel verschiedener Geschichten, der Brüche und Widersprüche nicht verdeckt, sondern offenlegt. Es setzt sich aus Filmen zusammen, die widerständig bleiben, existenzielle Fragen aufwerfen und von Menschen erzählen, die trotz Verlusten, Brüchen und Krisen nicht aufgeben. Sie machen Zusammenhänge sichtbar und betten das Private und Individuelle einer Biografie in politische und soziale Kontexte ein, die es prägen und zugleich herausfordern. Gerade in einer Gegenwart, die auseinanderzufallen droht, zeigt das diesjährige Programm, wie wichtig es ist, die eigene Geschichte zu erzählen, sich zu verorten, in Beziehung zu anderen zu treten und Wege hinauszufinden – hinaus aus dem Bekannten und auf zu neuen Ufern.

Die Screenings finden vom 11. bis 13. Mai jeweils um 18 Uhr statt und werden durch anschließende Live-Talks mit den Filmschaffenden begleitet. Eintritt frei.

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Details

Datum:
12. Mai
Zeit:
18:00 Uhr
Eintritt:
Kostenlos
(zzgl. VVK)

Veranstaltungsort

KINO Brotfabrik
Cali­ga­ri­platz 1
Berlin, Berlin 13086 Germany
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Telefon
030 4714002