Freitag 06.04.2018 + Samstag 07.04.2018, 20 Uhr, BrotfabrikBühne: »Eliasʼ Stimmen« – eine Canetti-C

»Eliasʼ Stimmen« – eine Canetti-Collage in sechs Bildern von Gabriele Groll, Stephan Ziron und Johannes Gruhl

6.4. + 7.4. | 20 Uhr | BrotfabrikBühne

Canetti ist tot. Es lebe Elias. An dem Abend werden Stimmen und Stimmungen aus Marrakesch, 1954 vom späteren Literaturnobelpreisträger eingefangen, sprachlich, musikalisch und szenisch zu neuem Leben erweckt. In sechs Collagen tritt dabei die Fremde nicht nur als Sehnsuchtsort hervor, sondern auch als Zufluchtsort, der durch den schmerzlichen Verlust des Eigenen entzaubert wird. Durchdrungen von Stimmen aus anderen Werken, begegnet uns der rastlose Einzelgänger Elias als vielgestaltiger Widerspruch.

Gabriele Groll verbrachte nach dem Abitur ein Jahr in den USA und ging nach ihrer Rückkehr 2002 nach Berlin. Sie studierte Musikwissenschaft und Komparatistik an der Technischen Universität Berlin und arbeitete danach am Staatlichen Institut für Musikforschung. Bereits 2002 kreuzten sich die Wege mit Johannes Gruhl und nach der Produktion »Lysistrate« war sie eine der Begründer*innen des Zimmer16-Ensembles und später der MACHT OHNE BUeHNE. Einige Jahren lang wirkte sie zusammen mit Stephan Ziron als Jazzgitarristin.

Johannes Gruhl inszenierte bereits zu Schulzeiten. Nach dem Abitur ging er 2001 für ein Jahr als Schauspieler an das Deutsche Theater Almaty in Kasachstan ging. Nach seiner Rückkehr zog er nach Berlin und begann Theaterwissenschaft und Osteuropastudien an der Freien Universität Berlin zu studieren. Nebenher inszenierte er, zunächst unter dem letzten Label, das er noch in Freiberg gegründet hatte, dann im Zimmer16-Ensemble und seit 2006 bei MACHT OHNE BUeHNE. Seit mehr als anderthalb Jahren ist Johannes Gruhl hauptberuflich in der Flüchtlingsarbeit tätig.

Stephan Ziron arbeitet seit über zehn Jahren hauptsächlich im Bereich der Improvisation und des Theaters als Musiker. Er ist seit 2007 Ensemblemitglied und musikalischer Leiter des Improvisationstheaters Paternoster aus Berlin. Seine improvisierte Konzertreihe »Hear and Now« bringt er seit nun mehr neun Jahren auf die Bühne. Er gibt Workshops in diesem Bereich und initiierte als einer der ersten eine überregionale Konferenz in wechselnden Städten für Musiker*innen, die mit Improvisationstheater arbeiten. Neben Unterhaltungsprogrammen, Theaterproduktionen und Auftragskompositionen hat er 2015 sein erstes Album »Out of the movies« veröffentlicht.

Eintritt: 13,50 / ermäßigt 9,- Euro

Datum

Fr, 06. Apr 2018 - Sa, 07. Apr 2018

Uhrzeit

20:00

Ort

BÜHNE Brotfabrik
Kategorie
Brotfabrik Berlin

Veranstalter

Brotfabrik Berlin
Phone
+49 30 471 40 01
Email
karten@brotfabrik-berlin.de
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