Bruno S. - Die Fremde ist der Tod

Bruno S. – Die Fremde ist der Tod | Zur Miron-Zownir-Ausstellung

13.10.2018 | 18 Uhr

Deutschland 2003 | 60 Minuten | Dokumentarfilm | Deutsch mit englischen Untertiteln | R: Miron Zownir | K: Philipp Virus, Mirko Wache, Horst Herz | M: Bruno S.

Der 1932 in Berlin geborene Bruno S. verbrachte seine Kindheit und Jugend in Heimen, psychiatrischen Anstalten und Obdachlosenasylen. Bekannt geworden durch seine Darstellung des Kaspar Hauser in Werner Herzogs Film Jeder für sich und Gott gegen Alle“ (1975) schien dem oftmals verspotteten Außenseiter endlich der Ausbruch aus seiner Isolation gelungen zu sein. Ein Jahr später besetzte Herzog die Hauptrolle in seinem Film „Stroszek“ wieder mit Bruno, dem er nach eigenen Aussagen damit „ein Monument setzen“ wollte. Doch mit diesem Teil seiner Vergangenheit hatte Bruno S. längst verbittert abgeschlossen. „Da haben sie ihn gesucht und gebraucht dafür. Bruno ist doch nur ein Wegwerfartikel.“, sagte Bruno S. über seine Zeit als Schauspieler, denn seinem kurzen, schnellen Ruhm folgte lebenslängliche Einsamkeit. Die Distanz, die er zu sich selber fand, wenn er in der dritten Person von sich sprach, schien ihm zu helfen die vielen Verletzungen seiner Seele von außen zu betrachten. Wie Bruno S. lebte, zeigt Miron Zownirs Dokumentarfilm. Dabei geht es nicht darum, ihn als Opfer von Institutionen und Vorurteilen zu zeigen, sondern als einen Menschen, der allen Benachteiligungen zum Trotz ohne fremde Hilfe seinen eigenständigen Weg gefunden hat. Gegen die ihm widerfahrenden Ungerechtigkeiten versuchte Bruno S. sich zu wehren, indem er Bilder malte und über 30 Jahren mit seinen Musikinstrumenten um Berlins Häuser zog.

www.mironzownir.com

Datum

Sa, 13. Okt 2018

Uhrzeit

18:00

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Ort

KINO Brotfabrik
Kategorie
Brotfabrik Berlin

Veranstalter

Brotfabrik Berlin
Phone
+49 30 471 40 01
Email
karten@brotfabrik-berlin.de
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