Do 22.09.2016 (Donnerstag)

// neuer Salon // 19:30 // LITERATURLOUNGE ANTHEA: Lesung mit Martin Brama

LITERATURLOUNGE ANTHEA: Lesung mit Martin Brama

LITERATURLOUNGE ANTHEA: Lesung mit Martin Brama

In der zweiten Ausgabe der LITERATURLOUNGE ANTHEA wird der Zeitzeuge Martin Brama aus Berlin-Pankow seine Autobiographie »Mein Deckname war Schuft« vorstellen und für ein anschließendes Gespräch zur Verfügung stehen.

Martin Brama (*1943) verlebte seine Kindheit im Ostteil Berlins und war in den 1960er Jahren Theologiestudent. Er wurde als 25jähriger von der Staatssicherheit aufgrund einer Flugblattaktion und einer sieben Jahre zurückliegenden Korrespondenz mit einem weißrussischen Jugendlichen wegen »staatsfeindlicher Hetze und Propaganda« gegen die DDR sowie sogenannter »subversiver Diversion« zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Er wurde nach 16 Monaten von Westdeutschland freigekauft, blieb aber trotzdem in der DDR. Brama wurde später als leitender Mitarbeiter in der Behindertenarbeit von der Staatssicherheit intensiv umworben. Die dafür von der Stasi bewilligten Westreisen – obwohl von allen anderen staatlichen Stellen stets verweigert – nahm er an, sträubte sich aber freundlich und vehement immer wieder gegen Anwerbungsversuche. Diese gefährliche Gratwanderung, seine Erlebnisse als politischer Häftling im Zuchthaus Cottbus, sowie sein alltäglicher mutiger Kampf gegen die unmenschliche SED-Diktatur schildert er in seiner Autobiographie.

Modereration: Detlef W. Stein (Verlagsleiter ANTHEA VERLAG)

Eintritt: 6,- / ermäßigt 4,- Euro

Do 29.09.2016 (Donnerstag)

// Neuer Salon // 19:30

»Nacht auf die Handfläche« // Buchpräsentation und Lesung mit Kai Gutacker

»Nacht auf die Handfläche« // Buchpräsentation und Lesung mit Kai Gutacker

Nachtcroupière im Casino, Ärzte in Brasilien, ein Literaturprofessor, ein Formel-1-Fahrer und viele andere unscheinbare und exzentrische Menschen bewohnen die Exotik des Alltags, bringen sich absichtlich in Ausnahmesituationen oder geraten hinein, während sie versuchen, Veränderungen aus dem Weg zu gehen. Kai Gutackers Erzählungen aus seinem Debütband »Nacht auf die Handfläche« (Der Wunderhorn Verlag) gelingt es, außergewöhnliche Konstellationen detailliert vor Augen zu führen, die sich am Rande des psychischen oder physischen Absturzes bewegen oder direkt in den Abgrund weisen. Die Orte seiner Erzählungen sind Südamerika, Russland oder Deutschland, in augenblickhaften Ausschnitten oder größeren Zeiträumen. Die temporeich erzählten Geschichten entfalten verschiedene Perspektiven, innere Monologe und diskrete Beschreibungen. Die Nacht bildet dabei ein Leitmotiv, Auswege rücken in weite Ferne, Vergnügungen wachsen sich zu Katastrophen aus, manchmal ist ein kleines leuchtendes Display das einzige Fenster, an dem wir warten.

Kai Gutacker (*1990) wuchs in Niddatal im Wetteraukreis auf. An der Humboldt-Universität zu Berlin studierte er Deutsche Literatur, Kulturwissenschaft und Europäische Literaturen. 2008 bis 2010 war er Jahressieger beim lyrix-Wettbewerb. Es folgten verschiedene Veranstaltungen mit dem Deutschlandradio sowie Veröffentlichungen in den lyrix-Anthologien. 2014 nahm er an Juri Andruchowytschs Lyrikprojekt »Erfundene Dichter« teil und bereiste im Rahmen der daran geknüpften Lesereise die Ukraine. »Nacht auf die Handfläche« ist seine erste Buchpublikation.

Eintritt: 5,- / ermäßigt 3,- Euro

Fr 30.09.2016 (Freitag)

// Roter & Neuer Salon // 19:00

»Kopfkino« // Literaturfest und Lesung der GNL

»Kopfkino« // Literaturfest und Lesung der GNL

»Ein Bankert jongliert / im blauen Licht / findet Pistole / tanzt am Abgrund / pflückt Wunderveilchen« – Fünf Autorinnen der Berliner Gesellschaft für neue Literatur (GNL) lesen aus fünf brandneuen Büchern. Sie servieren literarische Appetithäppchen unterschiedlichster Zutaten aus den 50ern, 70ern, 80ern und heute – aus Berlin, Deutschland und der (fantastischen) Welt. Dazu werden musikalische Aperitifs der Pianistin und Sängerin Diana Tobien gereicht. Anschließend darf der leibliche Hunger am Buffet gestillt werden.

Sigrun Casper, Berlin, 13 Bücher, weitere Veröffentlichungen im Bereich Lyrik, stellt ihren neuesten Roman »Der Wortjongleur« (konkursbuchverlag) vor.

Kerstin Finkelstein, Journalistin und Autorin in Berlin. »Die letzte Patientin« (Mainbook) ist ihre fünfte Buchveröffentlichung.

Rita König, Rathenow, liest aus ihrem Romandebut »Rot ist schön« (Der Kleine Buchverlag).

Gitta Mikati, Berlin. »Beirut-Berlin. Eine Lüge zu viel« (Divan Verlag) ist ihr Romandebut.

Petra Nouns, ehemalige 1. Vorsitzende der GNL, hat zwei Romane und diverse Kurzgeschichten veröffentlicht. »TAKLA MAKAN. Das blaue Licht« (Divan Verlag) ist der erste Teil einer Jungendroman-Trilogie. Sie verstarb am 30. November 2015. Jana Groß, Mitglied der GNL, wird den Jugendroman vorstellen.

Moderation: Wolfgang Fehse; Buchstand: Buchhandlung Seitenblick.

Eintritt: 7,- / ermäßigt 5,- Euro

Do 06.10.2016 (Donnerstag)

// Roter Salon // 19:30

Lesereihe »Kafkas Erben« mit Valentin Moritz

Lesereihe »Kafkas Erben« mit Valentin Moritz

Lesung und Gespräch mit Valentin Moritz im Rahmen der Lesereihe »Kafkas Erben?«

Zum Anlass des 100. Geburtstags von Franz Kafkas berühmter Erzählung Die Verwandlung steht das Veranstaltungsprogramm der Brotfabrik vom 2. bis 16. Oktober 2016 ganze zwei Wochen im Zeichen der Verwandlung als künstlerischer Metapher. Im Zentrum der Verwandlungswochen zeigt die Brotfabrik vom 2. bis 16. Oktober 2016 im Neuen Salon Tuschezeichnungen des italienischen Künstlers und Illustrators Guglielmo Manenti zu Kafkas Die Verwandlung. Als Begleitprogramm zur Ausstellung findet an drei Tagen die Lesereihe »Kafkas Erben?« statt, in der zeitgenössische Schrifsteller*innen den Einfluss von Franz Kafkas Literatur auf ihr eigenes Werk zeigen und diskutieren.

Valentin Moritz (*1987, Südbaden) studierte in Berlin Germanistik, Hispanistik sowie allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft. Abschlussarbeit mit dem Titel: »Das große Schlachten. Der Schlachthof als literarischer Schauplatz und Resonanzraum tierethischer Reflexionen«. Seit 2014 Veröffentlichung von Prosatexten in Literaturzeitschriften, Anthologien und Magazinen, zuletzt in »Sprache im technischen Zeitalter« und »Sachen mit Wœrtern«. 1. Platz beim Literaturpreis Prenzlauer Berg 2015. Im selben Jahr Teilnahme an der Prosawerkstatt im Literarischen Colloquium Berlin sowie Erscheinen des kurzen Erzählbandes »Grottenhermann« im Literatur Quickie Verlag. 2016 Einladung zur Schreibwerkstatt der Jürgen Ponto-Stiftung im Herrenhaus Edenkoben sowie Arbeitsstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg.

Moderation: Dr. Alexander Graeff.

Eintritt: 5,- / ermäßigt 3,- Euro

Fr 07.10.2016 (Freitag)

Lesereihe »Kafkas Erben« mit Caca Savic

Lesereihe »Kafkas Erben« mit Caca Savic

Zum Anlass des 100. Geburtstags von Franz Kafkas berühmter Erzählung Die Verwandlung steht das Veranstaltungsprogramm der Brotfabrik vom 2. bis 16. Oktober 2016 ganze zwei Wochen im Zeichen der Verwandlung als künstlerischer Metapher. Im Zentrum der Verwandlungswochen zeigt die Brotfabrik vom 2. bis 16. Oktober 2016 im Neuen Salon Tuschezeichnungen des italienischen Künstlers und Illustrators Guglielmo Manenti zu Kafkas Die Verwandlung. Als Begleitprogramm zur Ausstellung findet an drei Tagen die Lesereihe »Kafkas Erben?« statt, in der zeitgenössische Schrifsteller*innen den Einfluss von Franz Kafkas Literatur auf ihr eigenes Werk zeigen und diskutieren.

Caca Savic (*1977, bei Wien) lebt seit 2005 in Berlin. Die Lektüre von Ingeborg Bachmann und Franz Kafka führte sie bereits als 13jährige zum Schreiben von Lyrik. Später Studium der Architektur sowie Kunst- und Kultursoziologie in Wien mit Magister-Abschluss 2008 zum Thema »Der Künstler als Außenseiter der Gesellschaft«. Seit 2008 zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien, Kunstkatalogen und Zeitschriften, u.a. in »Prolog« (Berlin) und »wortwerk« (Wien). Regelmäßige Zusammenarbeit mit Bildenden Künstlern, zahlreiche Lesungen und Vorträge bei Ausstellungseröffnungen, u.a. in der Galerie Poll Berlin, im Kunstpavillon des Usedomer Kunstvereins in Heringsdorf, im Kunstverein Schweinfurt sowie in der Städtischen Galerie in Lahr.

Moderation: Dr. Alexander Graeff.

Eintritt: 5,- / ermäßigt 3,- Euro