Do 01.09.2016 (Donnerstag)

// BrotfabrikKino // 19.30 Uhr

»Ossis und andere Leute« // Lesung und Gespräch mit Brygida Helbig

»Ossis und andere Leute« // Lesung und Gespräch mit Brygida Helbig

Die in Stettin/Szczecin geborene Autorin berichtet humorvoll und pointiert von Menschen, deren Leben nach der politischen und persönlichen Wende in Deutschland einer Tragikomödie gleicht. Wir begleiten die Erzählerin in ihrer prekären Lage als Emigrantin in Deutschland nach Tschechien und zu ihren polnischen Wurzeln. Mit Selbstironie und Charme beschreibt sie Kulturunterschiede und die mitunter turbulenten deutsch-polnischen und deutsch-deutschen Verhältnisse entlang der Grenze. Sie erzählt von Verlorenheit, Grenzerfahrungen und der Suche nach der eigenen Identität. »Ossis und andere Leute/Enerdowce i inne ludzie« (Freiraum Verlag) wurde von Leser*innen und Kritiker*innen begeistert aufgenommen. Das Buch wurde 2012 für den wichtigsten polnischen Literaturpreis (Nike) nominiert; Brygida Helbig kam damit im selben Jahr ins Finale des Gryfia-Preises für die beste Schriftstellerin des Landes.

Brygida Helbig (*1963) ist eine deutsch-polnische Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin. Sie wurde in Stettin geboren, siedelte 1983 nach Deutschland über und lebt zurzeit in Berlin. Nach einem Studium der Slawistik und Germanistik an der Ruhr-Universität in Bochum arbeitete sie einige Jahre an der Humboldt-Universität zu Berlin, bevor sie Professorin am Deutsch-Polnischen Forschungsinstitut im Collegium Polonicum in Slubice wurde. Von ihr sind zahlreiche Romane, Erzähl- und Lyrikbände sowie dramatische Werke erschienen.

Die Lesung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des BrotfabrikKino und dem SprachCafé Polnisch e.V. Berlin.

Moderation: Dr. Claus Löser.

Eintritt: 5,- Euro

So 11.09.2016 (Sonntag)

// BrotfabrikBühne // 19.30 Uhr // Gast: Martin Piekar

Literatur in Weißensee

Literatur in Weißensee

Zurück aus der Sommerpause meldet sich Alexander Graeff mit einer neuen Ausgabe von »Literatur in Weißensee« zum Thema »Richtung«. Literarischer Gast ist der Frankfurter Lyriker und »Schwarzromantiker« (Frankfurter Rundschau) Martin Piekar. Mit »Richtung« geht es diesmal bewusst um bestimmte Färbungen in der Literatur, seien sie historischer, politischer, sexueller oder sexuell-politischer Art.

Martin Piekar (*1990) ist Student der Philosophie und der Geschichte an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. 2012 war er Preisträger beim 20. Open Mike in der Sparte »Lyrik«. 2015 und 2016 folgten der Förderpreis des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen und der hr2-Literaturpreis. Dieses Jahr erhielt er zudem den Atta-Troll-Superpreis für radikale Ideologiekritik. Sein Lyrikdebütband »Bastard Echo« erschien 2014 beim Verlagshaus Berlin. Beim in der Brotfabrik Berlin ausgetragenen World Lyrikwrestling wurde er 2014 Champion. 2016 erschien in Kooperation mit dem Schriftsteller Jan Kuhlbrodt ebenso im Verlagshaus Berlin das eBook »Überschreibungen«.

Eintritt: 6,- / ermäßigt 3,- Euro

Do 29.09.2016 (Donnerstag)

// Neuer Salon // 19:30

»Nacht auf die Handfläche« // Buchpräsentation und Lesung mit Kai Gutacker

»Nacht auf die Handfläche« // Buchpräsentation und Lesung mit Kai Gutacker

Nachtcroupière im Casino, Ärzte in Brasilien, ein Literaturprofessor, ein Formel-1-Fahrer und viele andere unscheinbare und exzentrische Menschen bewohnen die Exotik des Alltags, bringen sich absichtlich in Ausnahmesituationen oder geraten hinein, während sie versuchen, Veränderungen aus dem Weg zu gehen. Kai Gutackers Erzählungen aus seinem Debütband »Nacht auf die Handfläche« (Der Wunderhorn Verlag) gelingt es, außergewöhnliche Konstellationen detailliert vor Augen zu führen, die sich am Rande des psychischen oder physischen Absturzes bewegen oder direkt in den Abgrund weisen. Die Orte seiner Erzählungen sind Südamerika, Russland oder Deutschland, in augenblickhaften Ausschnitten oder größeren Zeiträumen. Die temporeich erzählten Geschichten entfalten verschiedene Perspektiven, innere Monologe und diskrete Beschreibungen. Die Nacht bildet dabei ein Leitmotiv, Auswege rücken in weite Ferne, Vergnügungen wachsen sich zu Katastrophen aus, manchmal ist ein kleines leuchtendes Display das einzige Fenster, an dem wir warten.

Kai Gutacker (*1990) wuchs in Niddatal im Wetteraukreis auf. An der Humboldt-Universität zu Berlin studierte er Deutsche Literatur, Kulturwissenschaft und Europäische Literaturen. 2008 bis 2010 war er Jahressieger beim lyrix-Wettbewerb. Es folgten verschiedene Veranstaltungen mit dem Deutschlandradio sowie Veröffentlichungen in den lyrix-Anthologien. 2014 nahm er an Juri Andruchowytschs Lyrikprojekt »Erfundene Dichter« teil und bereiste im Rahmen der daran geknüpften Lesereise die Ukraine. »Nacht auf die Handfläche« ist seine erste Buchpublikation.

Eintritt: 5,- / ermäßigt 3,- Euro

Fr 30.09.2016 (Freitag)

// Roter & Neuer Salon // 19:00

»Kopfkino« // Literaturfest und Lesung der GNL

»Kopfkino« // Literaturfest und Lesung der GNL

»Ein Bankert jongliert / im blauen Licht / findet Pistole / tanzt am Abgrund / pflückt Wunderveilchen« – Fünf Autorinnen der Berliner Gesellschaft für neue Literatur (GNL) lesen aus fünf brandneuen Büchern. Sie servieren literarische Appetithäppchen unterschiedlichster Zutaten aus den 50ern, 70ern, 80ern und heute – aus Berlin, Deutschland und der (fantastischen) Welt. Dazu werden musikalische Aperitifs der Pianistin und Sängerin Diana Tobien gereicht. Anschließend darf der leibliche Hunger am Buffet gestillt werden.

Sigrun Casper, Berlin, 13 Bücher, weitere Veröffentlichungen im Bereich Lyrik, stellt ihren neuesten Roman »Der Wortjongleur« (konkursbuchverlag) vor.

Kerstin Finkelstein, Journalistin und Autorin in Berlin. »Die letzte Patientin« (Mainbook) ist ihre fünfte Buchveröffentlichung.

Rita König, Rathenow, liest aus ihrem Romandebut »Rot ist schön« (Der Kleine Buchverlag).

Gitta Mikati, Berlin. »Beirut-Berlin. Eine Lüge zu viel« (Divan Verlag) ist ihr Romandebut.

Petra Nouns, ehemalige 1. Vorsitzende der GNL, hat zwei Romane und diverse Kurzgeschichten veröffentlicht. »TAKLA MAKAN. Das blaue Licht« (Divan Verlag) ist der erste Teil einer Jungendroman-Trilogie. Sie verstarb am 30. November 2015. Jana Groß, Mitglied der GNL, wird den Jugendroman vorstellen.

Moderation: Wolfgang Fehse; Buchstand: Buchhandlung Seitenblick.

Eintritt: 7,- / ermäßigt 5,- Euro