Do 02.02.2017 (Donnerstag)

// Neuer Salon // 19:30

»Das Verschwinden der Luft« // Lesung mit Christian Kahl

»Das Verschwinden der Luft« // Lesung mit Christian Kahl

Von der wahren Geschichte des Umweltaktivisten Bruno Manser, der vor 15 Jahren im Dschungel Borneos verschollen ist, inspiriert, erzählt Christian Kahl eine unvergleichbare Geschichte. Er leitet in die gefährliche, aber kulturell faszinierende Welt Südostasiens ein und führt die Auswirkungen der westlichen Konsumkultur vor Augen, die das Leben der Urwaldvölker und der Umwelt bedrohen. Undurchsichtige Charaktere und überraschende Twists lassen einen gespannt und angeregt zuhören. Christian Kahl liest an dem Abend aus seinem 2016 im Divan Verlag erschienenen Buch »Das Verschwinden der Luft«.

Christian Kahl arbeitete schon als Jugendlicher als Moderator für den Saarländischen Rundfunk. Nach dem Abitur kaufte er sich ein One-Way-Ticket und ließ sich ein Jahr um die Welt treiben. Die Erfahrungen dieser Reise verarbeitete er in seinem Debütroman »Ausgang 21«, der unter die besten zehn beim Neuen Buchpreis von epubli und der ZEIT kam. Christian Kahl studierte in Mannheim und an der Goldsmiths University of London öffentliches Recht und Brand Development und gründete eine Firma zur Entwicklung digitaler Markenstrategien. »Das Verschwinden der Luft« ist sein zweiter Roman.

Eintritt: 5,- / ermäßigt 3,- Euro

Mi 15.02.2017 (Mittwoch)

// Neuer Salon // 19:30

»Delyrium« // Lesereihe Ausgabe #1

»Delyrium« // Lesereihe Ausgabe #1

Für die breite Öffentlichkeit so ungeeignet, wie die breite Öffentlichkeit für sie, haben sich Eva Palm, Robert Klages und Stephan Groß in der Brotfabrik verschanzt. Von den Zuständen verbittert und zu körperlicher Gewalt nicht fähig, treiben die drei Autoren das Publikum mit ihrer Angriffsprosa ins Delyrium. Die Lesereihe findet ab jetzt jeden 3. Mittwoch im Monat statt.

Eva Palm (*1997 in Berlin) hält Biografien in der dritten Person für verfasste Fassade und findet, dass ein dreizeiliger Lebensabriss ohnehin nichts über Inhalte aussagt. Wenn sie als Wortfetischist ihre geistigen Blutergüsse aufs Papier fließen lässt, sind diese kurz bis kürzer, oft lyrisch, dicht gestrickt, lautmalerisch, spielerisch. Momentan Illustrationsdesign studierend, finanziert sie sich das Studium und die 8 bis 14 Grad kalte Wohnung als Deutschlehrer. Außerdem illustriert und schreibt sie für Magazine (Kater Demos, Astrange) und geht ab und an spazieren.

Robert Klages, 1984 im Kreis Höxter in Westfalen geboren, schreibt experimentelle Lyrik/Poesie, sozialkritische Kurzgeschichten und surrealistische Grotesken. Er hat Philosophie, Literatur- und Sprachwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Universidad de Córdoba und der Freien-Universität Berlin studiert und Abschlussarbeiten über Herta Müller, Henri Bergson und Novalis verfasst.
Er ist Mitveranstalter der Literatur-Serien »Der Lesende Krake«, der einzigen dreisprachigen Lesebühne Europas (jeden ersten Mittwoch im Monat in Neukölln), und »Sprechstunde: Nebensatz«, einer Lesereihe in Kreuzberg (unregelmäßig). Er war unter anderem als Orgelbauer, Filmvorführer und Maurer beschäftigt. Seit drei Jahren arbeitet er als freier Journalist und ist in der Politik-Redaktion des Tagesspiegels tätig. Zudem verfasst er den Tagesspiegel-Newsletter für Lichtenberg und ist als Kiezfotograf unterwegs.

Stephan Groß (*1979 in Höxter) lebt und arbeitet in Berlin. Studium der Kunst und Mathematik an der Universität Bremen. Autor, Künstler, Filmemacher. 2010 bis 2012 Lesereisenmarathon mit dem Bremer Autor Jörn Birkholz, literarisch verewigt in Birkholz' Roman »Schachbretttage«. Beiträge bei Poetry Slams und Lesebühnen sowie für Print- und Onlinemagazine, im Geheimauftrag unter Pseudonym für die Junge Welt. Seine Filme liefen im ZKM Karlsruhe, im FACT Liverpool und beim internationalen Kurzfilmfestival Hamburg.

Eintritt: 5,- / ermäßigt 3,- Euro

So 19.02.2017 (Sonntag)

// Neuer Salon // 19:30 // Gast: Elizabeta Lindner

Literatur in Weißensee

Literatur in Weißensee

Am 19. Februar 2017 startet wieder »Literatur in Weißensee« mir der ersten Lesung des Jahres! Alexander Graeff hat sich die Berliner Übersetzerin, Herausgeberin und Lyrikerin Elizabeta Lindner eingeladen und wird zusammen mit ihr Texte zum Thema »Mystik« lesen und natürlich auch darüber sprechen.

Elizabeta Lindner (*1971 in Skopje, Makedonien) studierte Germanistik an der Universität Skopje, Neuere Deutsche Literatur und Slawistik an der TU Dresden und an der Universität Regensburg. In ihrer Magisterarbeit untersuchte sie die kabbalistischen Elemente in Gustav Meyrinks Roman »Der Golem«. Seit 2006 lebt sie in Berlin als freie Literaturübersetzerin, Herausgeberin und Autorin. Sie ist Gründerin und Redakteurin des deutsch-makedonischen Literaturportals SlovoKult.de sowie Organisatorin zahlreicher Literatur- und Kunstprojekte in Berlin, Leipzig und Skopje. Seit mehr als zwei Jahrzehnten übersetzt sie deutschsprachige Lyrik und Prosa, u. a. von Paul Celan, Rainer Maria Rilke, Wilhelm Genazino, Thomas Bernhard, Judith Schalansky, Clemens J. Setz, Christian Kracht u.v.m., gibt diese heraus und schreibt Lyrik und Kurzprosa auf Deutsch.

Eintritt: 6,- / ermäßigt 3,- Euro