25.03. - 28.03. um 18.00 Uhr: Film + Psychoanalyse #77 Ida

Film + Psy­cho­ana­ly­se #77 | Ida

25.3. – 28.3. | 18 Uhr

Polen / Däne­mark 2013 | 80 Minu­ten | Pol­nisch mit deut­schen Unter­ti­teln | R: Paweł Paw­li­kow­ski | K: Łuka­sz Żal, Rys­zard Len­c­zew­ski | M: Kris­ti­an Eid­nes Ander­sen | mit Aga­ta Kules­za, Aga­ta Trze­buchow­s­ka, Dawid Ogrod­nik, Jer­zy Tre­la

Polen, Katho­li­zis­mus, Real­so­zia­lis­mus und Holo­caust – das klingt nach einem über­pro­ble­ma­ti­sier­ten Kon­strukt von Zuta­ten, bei dem zuletzt nur die Ahnung eines guten Wil­lens übrig blei­ben könn­te. Das Gegen­teil ist bei die­sem Film der Fall. In gera­de ein­mal 80 Minu­ten schafft es der Regis­seur Paweł Paw­li­kow­ski, eine künst­le­risch prä­zi­se Para­bel auf Tabus und Ver­drän­gun­gen zu ent­wer­fen, die weit über die kon­kret behan­del­te his­to­ri­sche Situa­ti­on hin­aus­weist. Dem eben­so kom­pak­tem wie klu­gem Film gelin­gen mehr­fa­che Balan­cen. Er ver­han­delt dra­ma­ti­sche Kon­stel­la­tio­nen ohne Sen­ti­men­ta­li­tät, ver­wei­gert nahe­lie­gen­de mora­li­sche Schlüs­se und umgeht alle Kli­schees, die den höchst­mög­lich gegen­sätz­li­chen Frau­en­fi­gu­ren eigent­lich inne­woh­nen. Und er ver­neigt sich künst­le­risch vor den „Neu­en Wel­len“ Ost­eu­ro­pas, die sich nach Sta­lins Tod vor allem in der Sowjet­uni­on, in der Tsche­cho­slo­wa­kei, in Ungarn und nicht zuletzt in Polen durch­zu­set­zen began­nen. Von pol­ni­schen Natio­na­lis­ten gehasst, konn­te der Fil­me vie­le inter­na­tio­na­le Ehrun­gen ent­ge­gen neh­men, u.a. 2015 mit dem Oscar als „Bes­ter fremd­spra­chi­ger Film“. Am Sonn­tag (25.3.) mit einem nach­fol­gen­den Vor­trag von Psy­cho­ana­ly­ti­ker Hei­ko Mus­sehl!

www.youtube.com/watch?v=d3bss3leuXM

Datum

So 25. März 2018 - Mi 28. März 2018

Uhrzeit

18:00

Ort

KINO Brotfabrik
Kategorie
Brotfabrik Berlin

Veranstalter

Brotfabrik Berlin
Phone
+49 30 471 40 01
Email
karten@brotfabrik-berlin.de
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