Entschriftung der Greifengasse

Expe­ri­men­tal­fil­me von 1972 bis 2019 | Film Schweiz. 2019

6.4.19 | 21:45 Uhr

1) Ent­schrif­tung der Grei­fen­gas­se (Rein­hard Manz – 1983 – 6 min)

Als Akti­on gegen die kon­sum­ori­en­tier­te Gesell­schaft hat Rein­hard Manz alle Wer­be­schil­der in der Geschäfts­stra­ße der Grei­fen­gas­se in Basel abge­deckt. Manz nutzt den städ­ti­schen Raum für sei­ne Vide­os und damit den Kon­takt mit den Men­schen, deren Reak­tio­nen er ger­ne pro­vo­ziert.

2) Inland Archiv (Erich Buss­lin­ger – 2003 – 45 min)

Erich Buss­lin­ger hat auf sei­nen Rei­sen durch die Schweiz aus sei­nen All­tags­be­ob­ach­tun­gen eine seri­el­le Doku­men­ta­ti­on skur­ri­len Cha­rak­ters erstellt. Sei­ne

Bild­ge­schich­ten, die unter dem Titel „Inland Archiv“ zusam­men­ge­fasst sind, strot­zen vor unter­schwel­li­ger Iro­nie, machen sich aber nicht lus­tig, son­dern por­trä­tie­ren die Lands­ge­nos­sen eher lie­be­voll in ihren Gewohn­hei­ten und Eitel­kei­ten.

3) Orpheus Ton­ight (Hans­jörg Palm, Rue­di Bind – 2010 – 7 min)

Gemein­sam mit Hans­jörg Palm hat Rue­di Bind ein skur­ri­les Video­ge­dicht auf­ge­nom­men, das einer psy­che­de­li­schen Rei­se in die patrio­ti­schen Gedan­ken der Haupt­fi­gur gleicht. Immer wie­der erscheint das „weis­se Kreuz auf rotem Grund“, so ver­frem­det hat es etwas Bedroh­li­ches. Bind hat in Eigen­re­gie eine Serie von Fas­sa­den­fil­men gemacht, die

durch ihre lei­se Poe­sie bestechen.

4) Shut­ter (Die­ter Mei­er, Boris Blank – 1972 – 3 min)

Tau­send­sas­sa Die­ter Mei­er ist nicht nur Musi­ker, Schau­spie­ler und Restau­rant­in­ha­ber, son­dern auch Autor expe­ri­men­tel­ler Vide­os und Musik­vi­de­os. Gemein­sam mit Boris Blank bil­det Mei­er die 1979 gegründete Grup­pe Yello, für die er ori­gi­nel­le Musik­vi­de­os gedreht hat.

5) My Grand Par­ents (Die­ter Mei­er, Boris Blank – 1972 – 9 min)

6) Der gerings­te Wider­stand (Peter Fisch­li, David Weiss – 1981 – 29 min)

Peter Fisch­li und David Weiss gehö­ren zu den bedeu­tends­ten bil­den­den Künstlern der Gegen­wart. Das Duo defi­niert Kunst auf sei­ne eige­ne spie­le­ri­sche Wei­se. Humor spietl dabei eine ent­schei­den­de Rol­le. Der Film funk­tio­niert als zyni­sche Sati­re über den Kunst­markt, dafür schlüpfen die bei­den in ein Ratten- und Pandabärenkostüm.

7) Some Kind of Pan­ora­ma (Urs Brei­ten­stein – 1978 – 9 min)

Urs Brei­ten­stein bleibt in sei­nen Arbei­ten immer sehr nahe an der Mate­ria­li­tät des Film­me­di­ums und sei­nen tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten. Rhyth­mus, Bild­auf­tei­lung und Geräusch­ku­lis­se domi­nie­ren das Bild.

8) Pain­ting #3 – Il Deser­to Ros­so (Ruth Baet­tig – 2019 – 6 min)

Ruth Baet­tig zeigt eine Schlüsselsequenz des Films „Il Deser­to Ros­so“ von Michel­an­ge­lo Anto­nio­ni. Mit lang­sa­men Mal­ges­ten wird die­se sicht­bar gemacht. Es geht um Fra­gen des Erin­nerns und des Ver­ges­sens, des sich Ver­lie­rens und des sich Fin­dens. Eine Arbeit, die sich zwi­schen Per­for­mance, Film und Male­rei bewegt.

9) Mis­ter World Wahl (Anka Schmid – 2006 – 3 min)

Anka Schmid bewegt sich zwi­schen Kunst und Film, sie expe­ri­men­tiert mit mit dem Medi­um Film und nutzt es für ihre essay­is­ti­schen Doku­men­ta­tio­nen.

filmschweiz.com/experimentalfilme-von-1972-bis-2019/

Tags:

Datum

Sa 06. April 2019

Uhrzeit

21:45

Ort

KINO Brotfabrik
Kategorie
Brotfabrik Berlin

Veranstalter

Brotfabrik Berlin
Phone
+49 30 471 40 01
Email
karten@brotfabrik-berlin.de
Scroll to Top