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»Durchs wil­de Kur­di­stan« – Kur­di­sche Kul­tur­schaf­fen­de lesen aus Karl Mays Klas­si­ker

30. Juni|19:30

Ver­an­stal­tung Navi­ga­ti­on

Frei­tag 30.06.2017 | 19.30 Uhr | Roter Salon

An die­sem Abend steht die Brot­fa­brik ganz im Zei­chen der iro­ni­schen Bre­chung und lädt zu einer beson­de­ren Som­mer­le­sung in den Roten Salon ein: Kur­di­sche Kul­tur­schaf­fen­de lesen aus Karl Mays Roman »Durchs wil­de Kur­di­stan« (1882). Mit dabei sind die Schaupieler*innen, Künstler*innen, Filmemacher’*innen und Aktivist*innen Nuray Sahin, Ali Ertan Toprak, Meh­tap Erol, Ilter Rezan, Zozan Comak und Hüs­ey­in Eki­ci.

Karl May (1842–1912) zählt nicht nur zu den meist­ge­le­se­nen Schrift­stel­lern deut­scher Spra­che, er ist eben­so ein Meis­ter des euro­zen­tris­ti­schen Blicks auf »das Frem­de«, ein Lieb­ha­ber jeder Exo­tik und ein gro­ßer Freund der »edlen Wil­den«. All dies zeigt sich beson­ders in dem Roman »Durchs wil­de Kur­di­stan«. Dar­in hel­fen die Aben­teu­rer Kara Ben Nem­sis, Had­schi Hal­ef Omar Ben Had­schi Abul Abbas Ibn Had­schi Dawuhd al Gos­sa­rah, David Lind­say und Moham­med Emin den Jesi­den im Kampf gegen die Tür­ken, befrei­en Amad el Ghandur aus der Tür­ken­fes­tung Ame­diye und flie­hen nach Kur­di­stan, wo sie in einem Dorf als Gast­ge­schenk den Hund Dojan erhal­ten, vie­le ande­re Aben­teu­er bestehen, gegen Nes­t­o­ria­ner kämp­fen und schließ­lich Frie­den stif­ten zwi­schen den ver­fein­de­ten kur­di­schen Stäm­men.

Nuray Sahin (*1974); kurdisch-deutsche Film­re­gis­seu­rin, Dreh­buch­au­to­rin und Schau­spie­le­rin. Ihr Kurz­film »Die letz­te Patro­ne« lief im Jahr 2000 auf der Ber­li­na­le und ist für den Frie­dens­preis nomi­niert. Ihr Film »Fol­ge der Feder!« erhielt 2004 auf dem Inter­na­tio­na­len Film­fes­ti­val Mannheim-Heidelberg den Publi­kums­preis.

Ali Ertan Toprak (*1969); deut­scher Poli­ti­ker kur­di­scher Abstam­mung. Er ist füh­ren­der Reprä­sen­tant der Kur­di­schen Gemein­schaft in Deutsch­land. Toprak war von 2006 bis 2009 Gene­ral­se­kre­tär der Ale­vi­ti­schen Gemein­de Deutsch­lands.

Meh­tap Erol (*1971); poli­ti­sche Akti­vis­tin. Mit­be­grün­de­rin, Spre­che­rin und Co-Vorsitzende der HDP-Plattform (»Demo­kra­ti­sche Par­tei der Völ­ker«) in Ber­lin.

Ilter Rezan (*1960); bil­den­der Künst­ler. Bei der 53. Inter­na­tio­na­len Kunst­aus­stel­lung in Vene­dig ver­trat er sein Hei­mat­land Kur­di­stan auch künst­le­risch. Lebt und arbei­tet heu­te in Ber­lin.

Zozan Comak (*1997); Ber­li­ner Kultur- und Tier­schutz­ak­ti­vis­tin.

Hüs­ey­in Eki­ci (*1990); deut­scher Schau­spie­ler kur­di­scher Abstam­mung. Er ist ins­be­son­de­re bekannt durch sei­ne Rol­le als Orkan Kur­to­g­lu in der ARD-Serie »Lin­den­stra­ße«.

Mode­ra­ti­on: Cosh­kun Öztek und Alex­an­der Gra­eff.

Ein­tritt: 7,- | ermä­ßigt 5,- Euro

Details

Datum:
30. Juni
Zeit:
19:30
Ver­an­stal­tungs­ka­te­go­rie:

Ver­an­stal­tungs­ort

ROTER SALON Brot­fa­brik
Cali­ga­ri­platz 1
13086 Berlin-Weißensee, Ber­lin
Tele­fon:
+49 30 471 40 01

Ver­an­stal­ter

Brot­fa­brik Ber­lin
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