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Bana­le Tage | Berlin-Film-Katalog #67

11. Novem­ber 2017|18:00

|Seri­en­ter­min für Ver­an­stal­tung (Alle anzei­gen)

Eine Ver­an­stal­tung, die im Abstand von 1 Tag(en) um 6:00pm beginnt und bis 15. Novem­ber 2017 wie­der­holt wird.

11.11. - 15.11. um 18.00 Uhr: Berlin-Film-Katalog #67 Banale Tage

11.11. – 15.11. | 18 Uhr
Deutsch­land 1992 | 92 Minu­ten | 35mm | R: Peter Welz | K: Micha­el Schau­fert | M: Bert Wre­de | mit Chris­ti­an Kuchen­buch, Flo­ri­an Lukas, Kurt Nau­mann, Jörg Pan­knin, Ronald M. Scher­nikau, Bär­bel Bol­le, Ernst-Georg Schwill, Astrid Mey­er­feldt, Maxi­mi­li­an Löser

„Ost-Berlin, Ende der 70er Jah­re: Tho­mas, Aus­zu­bil­den­der mit pro­le­ta­ri­schen Fami­li­en­hin­ter­grund und Micha­el, 16-jähriger Schüler aus kul­tu­rell geprägtem Eltern­haus, ler­nen sich nach einem Dis­ko­be­such ken­nen. Da sie bei­de die letz­te Stra­ßen­bahn ver­passt haben, machen sie sich zu Fuß auf den Heim­weg und lan­den schließ­lich bei Micha­el zu Hau­se, wo sie aus­gie­big über Gott und die Welt reden. Aus die­ser Begeg­nung ent­steht eine konträre Freund­schaft zwi­schen den unter­schied­li­chen Jun­gen, ver­bun­den durch den gemein­sa­men Wunsch, der Enge, Ver­lo­gen­heit und Beschränkung von Eltern und Gesell­schaft zu ent­flie­hen. Schließ­lich kommt Tho­mas auf die Idee, gemein­sam mit Micha­el eine Woh­nung zu beset­zen, um end­lich unabhängig zu sein. Doch während es für den einen ledig­lich ein pro­vo­kan­tes Spiel ist, ent­steht für den ande­ren dar­aus bit­te­rer Ernst… Regis­seur Peter Welz beschreibt sei­nen Film als das „Auf­ein­an­der­tref­fen der Banalität und der Exzen­trik des All­tags“. Er will den Film nicht als verbitternd-abrechnend oder etwa sentimental-nostalgisch ver­stan­den wis­sen; viel­mehr inter­es­siert ihn das immer wie­der aktu­el­le The­ma der sich gegen die Zwänge und gesell­schaft­li­chen Kon­ven­tio­nen weh­ren­den Jugend.“ (Deut­sche Kine­ma­thek) „Bana­le Tage“ war 1990 das lang erwar­te­te Debüt des damals hoch gehan­del­ten Babels­ber­ger Regie-Absolventen Peter Welz (*1963). Sein Kurz­film „Will­kom­men in der Kan­ti­ne“ (1988) galt als Geheim­tipp und als Wet­ter­leuch­ten einer mög­li­cher­wei­se ganz neu­en, unan­ge­pass­ten Gene­ra­ti­on von DEFA-Regisseuren. Welz, der bereits als Kin­der­dar­stel­ler u.a. für Hei­ner Carows „Ika­rus“ (1975) vor der Kame­ra gestan­den hat­te, war Frank Cas­torf eng ver­bun­den, rekru­tier­te vie­le sei­ner Dar­stel­ler aus des­sen Umfeld und der gera­de frisch von ihm als Inten­dan­ten über­nom­me­nen Volks­büh­ne am Rosa-Luxemburg-Platz. So steht „Bana­le Tage“ auch als Hom­mage an die­ses mitt­ler­wei­le abge­schlos­se­ne kul­tur­ge­schicht­li­che Kapi­tel.

Am 13. Novem­ber (Mo) in Anwe­sen­heit von Mit­wir­ken­den sowie mit einem Vor­trag von Jan Gym­pel!

Details

Datum:
11. Novem­ber 2017
Zeit:
18:00
Ver­an­stal­tungs­ka­te­go­rie:
Veranstaltung-Tags:

Ver­an­stal­tungs­ort

KINO Brot­fa­brik
Cali­ga­ri­platz 1
13086 Berlin-Weißensee, Ber­lin Deutsch­land
Tele­fon:
+49 30 471 40 01

Ver­an­stal­ter

Brot­fa­brik Ber­lin
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